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FAIRES JUGENDHAUS

Auszeichnung erhalten!

Der CIRKEL und Das Nest wurden im April diesen Jahres als "Faires Jugendhaus" zertifiziert. Um die Auszeichnung zu erlangen, fanden in beiden Jugendzentren viele Angebote statt, die sich mit der Thematik beschäftigten. So zum Beispiel wurden vegane und vegetarische Speisen zubereitet, bei den regionale Produkte oder faire Lebensmittel verarbeitet wurden. Außerdem wurden nach dem Motto "Nicht verschwenden, wiederverwenden!" zahlreiche Bastelangebote aus wertfreien Material gestaltet. So entstanden aus Papierrollen Schmetterlinge oder aus alten T-Shirts wurden Teppich gewebt. Die Kinder und Jugendlich erhielten dadurch ein Bewusstsein, mit den Menschen und den Schätzen unserer Erde achtsam umzugehen.




 

Uppcycling-Werkstatt

Im CIRKEL in Gerderath setzte man sich in einer Uppcycling-Werkstatt mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Die Kinder erfuhren, dass eine Jeanshose 20.000 Kilometer Wegstrecke hinter sich hat, bevor wir diese anziehen können und das oftmals schlechte Arbeitsbedingungen herrschen oder sogar Kinder arbeiten müssen, anstatt zur Schule zu gehen.




 

Schicke Taschen

Gleichzeitig wurden aus alten Jeanshosen und Stoffresten 20 schicke Taschen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gefertigt. Diese wurden verkauft und der Erlös an Fair Trade Deutschlang gespendet, um Projekte gegen Kinderarbeit und -missbrauch zu unterstützen.




 

Das Nest

Im Nest haben wir uns mit fairem Handel auseinandergesetzt und dazu das Theaterstück „Alle satt“ im Gemeindezentrum angesehen. Deshalb haben wir zur Präsentation in Erkelenz auch heimische Äpfel mitgebracht, die wir im Hofladen gekauft haben. Ortsnahe Beschaffung von Lebensmitteln haben wir uns zum Ziel gemacht. Wir kaufen regelmäßig im Eine Welt Laden der Stadt Hückelhoven ein z.B. Bälle, Tee und Kaffee für das Eltern Kaffee. Es wurde viel vegetarisch gekocht und mit wertfreiem Material gebastelt. Aus nicht mehr tragbaren Kleidungsstücken werden Teppiche geknüpft.
Besonders gefreut haben wir uns vom CIRKEL und vom Nest, dass einige Presbyter/innen zur Übergabe gekommen sind.




 

Zertifizierungsfeier

Die feierliche Übergabe der Zertifikate fand am 14. April in Erkelenz im Ev. Gemeindezentrum statt. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um die insgesamt acht auszuzeichnenden Jugendzentren für ihre innovativen Projekte zu ehren. Der Superintendent lobte die vorbildliche Arbeit aller Jugendeinrichtungen und mahnte, dass niemand mehr sagen könne, dass egal sei, was konsumiert werde. Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer und Andreas Roschlau, Amt für Jugendarbeit von der EKiR überreichten die Zertifikate in Form von einem Schild und einem Dokument mit dem Logo "Faires Jugendhaus", Dirk Riechert, Leiter Jugendreferat und Wilfried Drews, Hackhauser Hof hatten die Jugendleiter während der Zertfizierungsphase fachkundig begleitet und die Veranstaltung bestens vorbereitet.




 



Zusammen stark für eine Welt

Im Ev. Kinder- und Jugendzentrum CIRKEL in Gerderath wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen. Mit Hilfe von Kindern und Jugendlichen werden aus alten Jeanshosen schicke Taschen genäht. Dabei sind ganz ausgefallene Exemplare entstanden, denn jede Tasche hat ein besonderes Merkmal, wie zum Beispiel einen Zebrastoff, einen Echsensticker oder aber ein Silberfutter kombiniert mit blauem Samt.Die Kinder staunen immer wieder, wie aus ihrer alten Hose plötzlich ein modisches Accessoire gezaubert wird. Die Jugendlichen finden Gefallen daran den Kleiderschrank zu plündern, um noch ein besonderes Schätzchen dazu beisteuern zu können, denn es soll nichts Neues gekauft werden.




 
 

Alle Materialien werden unter dem Motto aus Alt mach Neu zusammengetragen.
Der Gedanke, mit den Schätzen unserer Erde achtsam umzugehen, war für viele Beteiligten neu. Was nicht mehr gebraucht wird landet bestenfalls im Altkleidercontainer oder eben in den Müll. Das Umdenken fiel den fleißigen Akteuren nicht schwer, denn die Aussicht, die fertigen Werke für einen guten Zweck zu verkaufen begeisterte alle.Der Erlös soll an ein Projekt von Fairtrade-Deutschland gehen, dass sich gegen Kinderarbeit und – missbrauch an der Elfenbeinküste einsetzt.




 
 

Das ambitionierte Vorhaben wird von der Allianz für die Jugend e.V. unterstützt, die die finanziellen Mittel für die Fachkraft zur Verfügung stellen. Jeden Montag von 16.00-18.00 Uhr bietet Vera Grunert, Sozialpädagogin im Offenen Treff die Möglichkeit, in der Upcycling-Werkstatt kreativ zu werden. Darüber soll der CIRKEL im nächsten Jahr als faires Jugendhaus zertifiziert werden. Dementsprechend hat die Leiterin Mona Bobrow zusammen mit dem Jugendteam noch weitere Ideen entwickelt, um dem nachhaltigen Gedanken gerecht zu werden. So zum Beispiel finden vegetarische und vegane Kochkurse statt, in denen Produkte aus der Region verarbeitet werden. In neuen Jahr werden Fußballturniere veranstaltet, in denn fair verarbeitete Bälle zum Einsatz kommen. Im Jugendheim gehören Produkte mit dem entsprechenden Gütesiegel zum Alltag, wie zum Beispiel Kakao, Saft oder Tee.
Jeder ist herzlich willkommen die Idee zu unterstützen, ob durch Spenden von Stoffen oder Jeanshosen oder durch tatkräftige Hilfe.




 

Faires Jugendhaus

Die Evangelische Jugend im Rheinland macht den Fairen Handel zum Thema in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Daher hat sich das Netzwerk Faires Jugendhaus zusammengefunden, um Jugendeinrichtungen, die sich engagieren möchten, zu begleiten und zu unterstützen.
Durch die Erfüllung der Standards des Fairen Jugendhauses weist jedes Jugendzentrum nach, wie sich mit Fragen des gerechten Wirtschaftens beschäftigt wird und welche Angebote im Jugendheim vorhanden oder geplant sind. Entspricht ein Jugendzentrum den Standards, kann es als Faires Jugendhaus zertifiziert werden. Der CIRKEL und das Nest, sowie einige anderen Jugendeinrichtungen im Kirchenkreis Jülich, streben die Zertifizierung an.

Wie aber sieht das in der Praxis aus? Hier am Beispiel vom CIRKEL:
Wir haben im Vorbereitungsteam unsere Haltung klar definiert und einen Verhaltenskodex erarbeitet, der die Besucher für das Thema Fair Trade sensibilisieren soll. Dabei setzen wir vor allen Dingen auf die kleinen Schritte im Alltag, wie z.B: Mülltrennung, vegetarische Küche oder bewusster Verzicht auf Wegwerfmaterialien, wie z.B. Plastikbecher oder die Mehrfachverwertung von Bastelmaterialien. Die ideologische Grundhaltung, Gottes Schöpfung zu bewahren, wird im täglich Geschehen und in den Umgangsformen sichtbar.

Das Thema Ressourcennutzung ist uns dabei ein besonders Anliegen und damit ein Schwerpunkt in unserem Fair Trade Konzept:Nähwerkstatt „Aus Alt macht Neu“, z.B. aus alten Jeanshosen Taschen nähen. Diese werden dann verkauft oder versteigert. Der Erlös geht an ein Projekt, dass sich gegen Kinderarbeit und -missbrauch einsetzt, wie zum Beispiel das Präventionsprojekt „It takes a village to protect a child“ (mehr dazu unter www.fairtrade-deutschland.de)mehrmals jährlich finden Verschenkbörsen statt mit Kleidung, Spielzeug oder HaushaltswarenLeitungswasser als Standardgetränk, anstatt in Flachen abgefüllte GetränkeMülltrennung- und Wiederverwertung in Bastelworkshops
Darüber hinaus sind folgende Produkte ständig bei uns im Angebot: Tee, Kakao, Saft und Bälle. Zweimal in der Woche bereiten wie vegetarische Gerichte zu, wie zum Beispiel Möhreneintopf mit Apfelmus.